Gelungener After-Work-Renntag

Ein mehr als gelungener Renntag zum zweiten Termin des Rennclub Mülheim. Ein perfektes Geläuf wurde von den Jockeys und Trainern attestiert, Jozef Bojko sagte nach dem ersten Rennen: „Ideales Geläuf, beste Bedingungen.“

Jockey Andrasch Starke hatte zum Auftakt des zweiten Renntages der Saison 2018 auf der Galopprennbahn am Mülheimer Raffelberg allen Grund zum Strahlen. Der Gewinner von mehr als 2.400 Rennen fügte seiner ohnehin schon beachtlichen Erfolgsliste bei herrlichem Sonnenschein einen weiteren Sieger hinzu. Mit dem von seinem Chef Peter Schiergen in Köln für das Gestüt Ittlingen trainierten Nikkei schnappte sich Starke den Sieg im mit 6.000 Euro dotierten Auftaktrennen für die Dreijährigen.

Grund zur Freude hatte Starke auch schon vor dem Start. Moderator Daniel Delius überreichte ihm eine goldene Armbinde mit der Aufschrift „2018“. Mit dieser Idee will neue Mülheimer Rennclub eine alte Tradition wieder aufleben lassen. Der Erstplatzierte in der Jockey-Rangliste soll damit für alle Aktiven und Zuschauer sofort erkennbar sein. Mit dem Auftakterfolg in Mülheim, seinem bis dahin 23. Saisonsieg, baute Starke seine Führung in der Jockey-Statistik aus.

Trainer Schiergen wurde nach dem ersten Rennen des Tages zur Siegerehrung gerufen - und auch nach der zweiten Tagesprüfung kam keiner an einem Schiergen vorbei. Peter Schiergens Sohn Vinzenz entschied als Jockey mit dem von Wilfried Schütz trainierten Wallach Medaillon ein mit 5.000 Euro dotiertes Amateurrennen zum Totokurs von 37:10 für sich.

Seinen 56. Geburtstag hätte sich der niederländische Galopper-Trainer und -Besitzer Lucien van der Meulen besser kaum malen können. Auf der Rennbahn am Mülheim Raffelberg feierte der Mann aus dem Nachbarland vor rund 3.500 Zuschauern einen Doppelsieg. „So etwas erlebt man nicht alle Tage - erst recht nicht an seinem Geburtstag“, lachte van der Meulen mit der Sonne am Raffelberg um die Wette.

In dem mit 7.500 Euro dotierten „Preis vom Gestüt Ebbesloh“ waren die beiden van der Meulen-Starter Naqdy und Naziba über die 1.400-Meter-Distanz nicht zu bezwingen. Siegreiter war wieder der achtmalige Champion Andrasch Starke, der den Raffelberg mit einer perfekten Bilanz verließ: Zwei Starts, zwei Siege.

Gelohnt hatte sich auch die lange Anreise aus Möser bei Magdeburg für Frank Fuhrmanns Brown Beauty (26:10), die den Ausgleich IV über 1300 Meter unter Jozef Bojko gewinnen konnte.

Die Letzten werden die Ersten sein: Das galt zumindest für das Rennen in der Viererwette. Die drei Erstplatzierten waren lange Zeit am Ende des Feldes zu sehen, legten dann aber einen sehenswerten Endspurt hin. Rang eins ging schließlich an den 124:10-Außenseiter Viscount Vert, der von Toni Potters trainiert wird, mit Jockey Martin Seidl. Dahinter belegten Real Promise (120:10) und die 31:10-Favoritin Diamantfee die Plätze zwei und drei. Vierter wurde mit Bolanos (216:10) einer der längsten Außenseiter im Feld.

(15.05.2018)