Galopp am Mülheimer Raffelberg: Erstes Listenrennen der Saison

Elf Stuten im BBAG Diana Trial am Start

Erster Saisonhöhepunkt des Jahres am Sonntag (14. Juli) auf der Galopprennbahn in Mülheim: Am Renntag des Sports findet mit dem BBAG Diana Trial am Raffelberg das erste Listenrennen der Saison statt. Elf dreijährige Stuten werden um 25.000 Euro Preisgeld (davon 14.000 Euro für die Siegerin) in dieser über 2.000 Meter führenden letzten Vorprüfung vor dem Henkel-Preis der Diana kämpfen. Dieses Top-Rennen (Deutsches Stuten-Derby), jetzt dotiert mit 500.000 Euro, fand von 1948 bis 2003 in Mülheim statt und wird nun auf dem Düsseldorfer Grafenberg gelaufen.

Neun der elf Stuten haben noch eine Nennung für die „Diana“ und wollen sich in Mülheim qualifizieren. Darunter befinden sich auch zwei Kandidatinnen, die von Mülheimer Trainern ins Rennen geschickt werden: Jens Hirschberger sattelt für das Gestüt Auenquelle (Mitbesitzer ist Rennclub-Präsident Karl-Dieter Ellerbracke) Linaria (Jockey: Wladimir Panov), die zuletzt in Hannover nur minimal unterlag. Yasmin Almenräder ist mit der enorm gesteigerten Naida (Maxim Pecheur) vertreten, die in Köln einen überlegenen Sieg feierte und in den Farben des Gestüts Niederrhein läuft.

Diamanta aus dem Gestüt Brümmerhof (Soltau), die von Champion-Trainer Markus Klug in Köln-Heumar betreut und von Adrie de Vries geritten wird, gilt nach ihren bisherigen Leistungen als eine der ersten Sieg-Anwärterinnen. Sie ist die Wahl des Stalljockeys gegenüber der Röttgenerin Diajaka (Martin Seidl). Keine Diana-Nennung haben Best on Stage (Trainer Peter Schiergen) und die aus Dresden anreisende In Memory (Trainer Stefan Richter). Sie haben es allein auf das hohe Preisgeld abgesehen. Der achtmalige Champion-Jockey Andrasch Starke, der in Hamburg gerade seinen Sieg Nr. 2.500 feierte, gab Best on Stage den Vorzug gegenüber Barbados (Gestüt Bona/Alexander Pietsch).

Nachwuchstalente im Rahmenprogramm

Bis auf das BBAG Diana Trial tragen alle acht Rennen Namen von früheren Diana-Siegerinnen. Insgesamt umfasst das Programm am Sonntag in Mülheim acht Rennen, Einlass ist um 12 Uhr, der erste Start erfolgt um 14 Uhr. Zwischen den Rennen präsentieren sich Mülheimer Sportvereine, bieten den Besuchern ein vielfältiges Programm.

Die Mülheimer Trainingszentrale ist noch mit weiteren Pferden engagiert. Yasmin Almenräder bietet neben Naida im Hauptrennen im Rahmenprogramm mit Zarena, Next Soldier, Neottia und Noble Campain weitere vier Pferde auf, Jens Hirschberger sattelt außer Linaria noch Grise Lightning. William Mongil ist mit Phill the Thrill, Nada mas und Rey Fionn gleich dreimal in einem 2.000 Meter-Rennen vertreten, der Neu-Mülheimer Marian Falk Weißmeier schickt den Zweijährigen Hashtag Harry erstmals an den Start und ist in einem Handicap über 2.000 Meter mit Rue Cassini engagiert.

Das Highlight für die Wetter ist eine Garantie-Auszahlung von 10.000 Euro in der Wettchance des Tages. Wer im 4. Rennen allein die Viererwette trifft, bekommt diese Summe komplett ausgezahlt.

Sportvereine laden zum Mitmachen ein

Am 14. Juli steht alles im Zeichen des Sports, wenn der Rennclub Mülheim zum ersten Mal zum Tag des Sports lädt. Vereine aus ganz Mülheim haben sich angemeldet, um bei dem ganz besonderen Event auf der Rennbahn am Raffelberg ihr Metier vorzustellen und mit den Mülheimern ins Gespräch zu kommen. Entlang der Bande galoppieren die edlen Vollblüter, links wird gerudert, rechts geklettert, direkt vor dem Publikum zeigt der deutsche Hockeymeister, was seine Sportart ausmacht.

Im Rahmen des vierten Renntags in 2019 werden die Vereine ihre Sportarten bei interessanten Mitmachaktionen präsentieren. So ist zwischen den Rennen, die am ersten Sonntag der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen stattfinden, für kurzweilige Unterhaltung und Information gesorgt. Die Vereine hoffen, durch ihr Engagement das ein oder andere neue Mitglied für sich zu gewinnen.

Eröffnet wird die Veranstaltung vom Mülheimer Sportbund. Unter anderem sind Hockey (hier präsentiert sich der 18malige Deutsche Meister HTC Uhlenhorst), Tennis (mit dem benachbarten TC Raffelberg), Boule- und Petanqué, Rudern, Tanzen sowie Bogenschießen vertreten. Die Vereine, die für den Renntag zugesagt haben, bieten eine breite Palette und zeigen so, welch vielfältiges Angebot der Sport in Mülheim zu bieten hat. So können die Besucher an diesem Tag im virtuellen Ruderboot ihre Schnelligkeit und Kraft zeigen, ihre Genauigkeit mit und am Bogen unter Beweis stellen, sich von einer orientalischen Tänzerin (nach dem zweiten Rennen auf dem Geläuf) verzaubern lassen oder am Rodeo-Reiten teilnehmen. Ganz besondere Geschicklichkeit wird beim Bubble Soccer verlangt. Darüber hinaus stellen sich die hiesigen Sportvereine mit eigenen Informationsständen vor.

Die stärksten Männer Deutschlands

Außerdem werden auch zwei sehr starke Männer am Raffelberg zu Gast sein. Der Essener Profi- Boxer Patrick Korte, der wie kaum ein anderer Sportler für das Ruhrgebiet steht, stellt sich vor seinem nächsten Kampf am 14. September in der Grugahalle vor. Natürlich gibt es ausreichend Gelegenheit zu Selfies und Autogrammen.

Aus Ennepetal kommt der Strongman Dennis Biesenbach. Er ist derzeit der drittstärkste Mann Deutschlands und wird seine unbändige Kraft auch zur Schau stellen wird, wenn er die Startmaschine nach dem 5. Rennen ohne Hilfsmittel über das Geläuf ziehen wird. Er kommt direkt von den internationalen Meisterschaften am Tag zuvor aus Bad Tölz nach Mülheim. Dort könnte er sogar die Nummer eins in Deutschland werden.

Ein finanzielles Interesse steht für den Rennclub Mülheim an der Ruhr e.V. in diesem Zusammenhang nicht im Vordergrund. Vielmehr soll die große Reichweite mit den vielen tausend Besuchern eine gute Plattform für die Sportvereine bieten, zudem möchte der Verein seinen Besuchern unter dem Motto „Aus Mülheim - für Mülheim“ etwas Neues und Besonderes offerieren.

Dass es an diesem Renntag voll auf der Rennbahn am Raffelberg wird, ist aufgrund des hohen Niveaus der anstehenden Rennen ohnehin gewährleistet. Neben dem hochkarätigen Sport und dem bunten Rahmenprogramm bietet man auch ein großes Kinderland mit u.a. Ponyreiten, einer Torwand und einer Hüpfburg an, dazu eine Streetfood-Meile mit den verschiedensten Gaumenfreuden.

Sonntag, 14.07.2019: Renntag des Sports

• Einlass: 12:00 Uhr, Startzeit 1. Rennen: 14:00 Uhr, insgesamt 8 Rennen bis 18 Uhr
• Eintritt: 8,00 Euro (5,-00 Euro für Menschen mit Behinderung) incl. Programmheft
• Kinder/Jugendliche: bis einschließlich 17 Jahre ist der Eintritt zur Rennbahn frei.
• Großes kostenfreies Kinderprogramm (Ponyreiten, Hüpfspaß, Rodeo-Reiten, Mitmach-Aktionen der Sportvereine
• Hunde: das Mitbringen von Hunden ist erlaubt, diese sind an der Leine zu führen.
• Parken Besucher: die Parkplätze für Besucher befinden sich am Haupteingang (fürs Navi: An der Rennbahn 40, 45478 Mülheim)

(11.07.2019)