Oriental Eagle siegt mit Bahnrekord im 83. Gerling-Preis

An Spannung war der 83. Gerling-Preis (Gr.2) in Köln kaum zu überbieten. Nach 2400 Metern war es der vom Mülheimer Trainer Jens Hirschberger für das Gestüt Auenquelle trainierte Oriental Eagle, der als 179:10-Außenseiter für die Überraschung sorgte und dem am Stall angestellten Jockey Lukas Delozier seinen ersten Gruppesieg bescherte.

Dabei setzte das Team ganz auf die Taktik des Gehens und beorderte Sieger sofort mit bis zu acht Längen Vorsprung an die Spitze. Auf der Zielgeraden lief Oriental Eagle unverdrossen weiter, auch wenn er immer weiter nach außen bis an die Rails tendierte. So sehr sich die Konkurrenten auch mühten, eine dreiviertel Länge verteidigte der Campanologist-Sohn nach Hause bei seinem bedeutendsten Karrieretreffer. Er stellte in 2:22,60 Minuten nicht nur einen neuen Bahnrekord in Köln auf, in ganz Deutschland wurde noch nie eine schnellere Zeit für ein Pferd auf der 2400-Meter-Distanz gemessen.

Jens Hirschberger: „Das Rennen lief genau so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Oriental Eagle kann ein enormes Tempo vorlegen, wer da unterwegs mithalten will, hat keine Chance. Er hat eine tolle Entwicklung genommen und ist stabiler geworden. Ich hatte den Gerling-Preis früh als Ziel im Auge. Ein bisschen gezittert habe ich schon, als er nach außen ging, aber Lukas hat ihn laufen lassen und er ist zum Glück niemanden in die Füße gelaufen. Wir bleiben nun erstmal auf der Grand Prix-Distanz und zielen dann auf die großen Steher-Rennen im Herbst.“

Siegjockey Lukas Delozier sagte: „Ich habe nicht mit dem Pferd gekämpft, ihn einfach laufen lasssen.“

Ein weiterer Sieg gelang dem Team Hirschberger / Delozier im Opener für die 3jährigen Stuten. In den Farben des Gestüt Haus Zoppenbroich stellte sich die Maxios-Tochter L’ainee bei ihrem Lebensdebüt gleich siegfertig vor und passierte nach 1.850 Metern überlegen die Ziellinie.

(06.05.2018)