Shining Lord erster Sieger beim Neuanfang in Mülheim

Der erste Renntag liegt hinter dem Rennclub Mülheim an der Ruhr e.V., es ist ein durchweg positives Fazit zu ziehen. Änderungen, Neuerungen wurden positiv aufgenommen und der Club erhielt viel Zuspruch von Besuchern, Aktiven und der anwesenden Politik. Wir sind am Anfang des Weges, der erste kleine Schritt ist in die richtige Richtung getan. Wir bedanken uns bei allen Helfern, Mitarbeitern für die geleistete Arbeit der letzten Wochen.

Jockey-Routinier Helfenbein schreibt die erste Geschichte

Der 50-jährige Kölner Jockey-Routinier gewann heute am Raffelberg vor rund 3.500 Zuschauern mit dem vierjährigen Hengst Shining Lord das Saison-Auftaktrennen und damit auch die erste Prüfung beim Neustart unter der Regie des „Rennclub Mülheim an der Ruhr e.V.“.

Obwohl Helfenbein schon rund 1.500 Siege auf dem Konto hat, war der Auftakterfolg beim After-Work-Renntag in Mülheim für ihn kein Treffer wie jeder andere. „Schon seit 25 Jahren komme ich regelmäßig zum Raffelberg, war zeitweise auch am Diana-Stall von Uwe Ostmann tätig. Die Nachricht, dass es nach der Insolvenz des alten Rennvereins weitergeht, hat mich sehr gefreut. Jetzt bin ich umso glücklicher, gleich das erste Rennen gewonnen zu haben“, schwärmte Helfenbein.

Mit dem von Christian Sprengel für das Gestüt Wittekindshof von Hans-Hugo Miebach trainierten 17:10-Favoriten Shining Lord behielt Helfenbein in dem mit 5.000 Euro dotierten „Preis des Gestüts Etzean“ nach 2.000 Metern gegenüber Pangania und Shining Lord die Oberhand.

Zufrieden mit dem Auftakt des Renntages zeigte sich auch der neue Mülheimer Galopper-Präsident Karl-Dieter Ellerbracke: „Mit Shining Lords Besitzer Hans-Hugo Miebach verbindet mich eine Freundschaft. Es freut mich, dass seine Farben zum Auftakt gewonnen haben“, so der Funktionär, der vom großen Zuschauerzuspruch begeistert war. „Die Mülheimer lieben ihre Rennbahn. Die Tribünen sind voll, das Geläuf außerdem in einem Top-Zustand. So kann es gerne weitergehen.“

Mit einer Überraschung endete das zweite Rennen des Tages, das mit 6.000 Euro dotierte „Hermann Langen-Memorial“ (AG IV 2.000 Meter.) Die in den Niederlanden von Lucien van der Meulen vorbereitete Stute Athalyna setzte sich unter Lilli-Marie Engels zum Totokurs von 135:10 gegen die Konkurrenz durch.

Wesenberg unter Eduardo Pedroza bei der 3jährigen am schnellsten

Im Rennen für den Derbyjahrgang über die Meile siegt mit Gestüt Ebbelohs Wesenberg der Favorit des Rennens. Unter Eduardo Pedroza setzte sich der Mastercraftsman-Sohn aus dem Stall von Andreas Wöhler zur Quote von 27:10 gegen den Dritten des letztjährigen Ferdinand Leisten-Memorials, Ninario, durch, und verabschiedete sich damit aus der Maidenklasse.

Viererwette beim Sieg von Michael Cadeddu nicht getroffen

Der mit 7.700 Euro dotierten „Preis der Fa. Jean Harzheim Pferdetransporte“ gewann mit dem bereits zehnjährigen Hengst und 159:10-Außenseiter Dragoslav unter Michael Cadeddu das Rennen der Vierer-Wette. Die richtige Reihenfolge mit Dragoslav sowie den weiteren Außenseitern Bishapur (81:10), Better Value (194:10) und Saldinska (560:10) hatte kein Wetter auf dem Zettel. Die garantierte Auszahlung in Höhe von 10.000 Euro wandert deshalb in einen Jackpot und wird am nächsten Renntag ausgespielt.

Als weiterer Außenseiter behauptete sich dann noch Bart Hermans Wallach Marlot im Preis der Frank Schmickler Naturheilverfahren, wobei der Besitzer hier auch als Trainer zeichnete und obendrein Treffer Nummer zwei für die Niederlande einfuhr.

Ungleich enger und spannender gestaltete sich hingegen das von Allez Y gewonnene Finale, da zwischen der von Uwe Schwinn für Theo Rovers vorbereiteten Champs-Elysees-Tochter und Venezianus nicht mehr als ein kurzer Kopf entschied. An Venezianus hatte die von Rene Piechulek fein in Szene gesetzte Stute aus dem Südwesten im Preis des Gestüts Görlsdorf einen tatsächlich nie locker lassenden Konkurrenten, während der zunächst groß auffahrende Wirbelwind am Ende dann doch nicht mehr in die engere Entscheidung einzugreifen verstand und sich lediglich das dritte Geld deutlich vor Call me Frenklin holen konnte.

Zum Abschluß des Renntages stellte für den neuen Mülheimer Rennclub Präsident Karl-Dieter Ellerbracke fest: „Die vielen Zuschauer haben für eine prächtige Atmosphäre gesorgt. Ich habe nur Lob gehört. Wir konnten Delegationen der Stadt Mülheim und des Galopper-Direktoriums begrüßen. Das Medieninteresse war für einen After-Work-Renntag hervorragend. Wir sind sehr zufrieden“, so der engagierte Galopper-Züchter und Besitzer (Gestüt Auenquelle) aus dem ostwestfälischen Rödinghausen.

(03.04.2018)