DSDS-Sieger im Galoppfieber - Davin Herbrüggen zeigt sich begeistert vom Mülheimer Rennbahnfeeling

Bestes Wetter mit frühsommerlichen Temperaturen sorgten für hervorragende äußere Bedingungen beim Frühlings-Renntag am Samstag auf der Mülheimer Galopprennbahn. 6134 Besucher genossen neun Galopprennen und ein buntes Unterhaltungsprogramm.

DSDS-Gewinner Davin Herbrüggen ehrt die Sieger

Unter ihnen auch „Deutschland sucht den Superstar“-Gewinner Davin Herbrüggen aus Oberhausen. „Ich bin das erste Mal auf einer Galopprennbahn und bin begeistert von der tollen Atmosphäre hier“. Der DSDS-Gewinner genoss es sichtlich, selbst dem siegreichen Team um Andreas Göritz (Blieskastel) zum Überraschungserfolg des Wallachs Feroe d´Illiat (177:10) zu gratulieren. Auch Reiter Gijs Snijders nahm die Glückwünsche für seinen zweiten Tageserfolg entgegen.

Dato dominiert die Konkurrenz

Eine imponierende Vorstellung seines Hengstes Dato sah Besitzer Albrecht Woeste. Der Präsident des Galopperdachverbandes von 2012-2018 zeigte sich nicht nur erfreut über die Leistung seines Pferdes für seinen Stall Grafenberg. „Es ist sehr bemerkenswert, was der Rennclub Mülheim hier auf die Beine stellt. Ich bin beeindruckt von der Stimmung auf der Rennbahn und komme gerne wieder“. Auch Hans- Heinrich von Loeper, der ehemalige Generalsekretär des Galopperdachverbandes, nahm nach dem Preis des Königsberger Rennvereins von 1835 die Siegerehrung vor und genoss die Stimmung auf der Bahn. Mit dieser imponierenden Vorstellung von Dato sahen die Besucher im einleitenden Rennen ein Pferd mit Zukunft. Sascha Smrczek trainiert den dreijährigen Fuchshengst am Düsseldorfer Grafenberg, der auf der BBAG-Jährlingsauktion in Iffezheim 49.000 Euro gekostet hat. Der Mongole Bayarsaikhan Ganbat ritt die 55:10-Chance zu einem leichten Erfolg. Überschattet wurde das Rennen durch den Sturz von Jockey Alexander Pietsch auf El Faras, der ohne schlimmere Blessuren davon kam, aber alle weiteren Ritte absagen musste.

Das zweite Dreijährigen-Rennen des Tages ging an Trainer Andreas Wöhler (Gütersloh). Die von ihm vorbereitete Stute Salome für den Rennstall Darboven hatte wenig Probleme mit Vicente und Lokalmatador Turftiger (Trainer Jens Hirschberger) auf Rang drei. Andreas Wöhler führt mit nunmehr 17 Siegen die Trainerstatistik in Deutschland an, weil sich auch die vierjährige Stute Aravaipa unter Bauyrzhan Murzabyev in die Siegerliste eintrug.

Maxim Pecheur mit Jahreserfolgen 27 und 28, auch Gijs Snijders zwei Mal siegreich

Weiterhin deutlich führt Jockey Maxim Pecheur die deutsche Jockeyrangliste an. Auch in Mülheim Ruhr ritt der Mann mit der goldenen Armbinde als Zeichen des führenden Jockeys mit Laura Giesgens Super D J (Euskirchen) und Guardsmann für Besitzertrainer Lucien van der Meulen (Boxmeer) bereits seinen 27. und 28. Jahreserfolg im Rennsattel.

Schnelle Hurrikans nicht aufzuhalten

Das Finish des Tages lieferten sich Hurricane Harry und Vieille Sorciere im dritten Rennen des Tages. Schließlich entschied der Niederländer Gijs Snijders den Kistenritt auf Hurricane Harry für den verletzten Alexander Pietsch im letzten Galoppsprung mit einem kurzen Kopfvorteil für sich. Selina Ehl trainiert den 29:10 Favoriten in Honzrath.

Und auch der vierjährige Wallach Fair Hurricane mit dem Italiener Michael Cadeddu im Sattel wiederholte seinen Erfolg vom vergangenen Mülheimer Renntag. Freuen durfte sich erneut sein Krefelder Stadtwald-Trainer Mario Hofer, der die Ehrenpreise aus den Händen von Silvia Schröder empfing. Die Mülheimerin hatte die Namens-Publikumswahl für einen jungen Hengst gewonnen, der fortan als „Soul Dancer“ für den Raffelberger Rennstall von Trainerin Yasmin Almenräder als zukünftiger Sieger „tanzen“ soll.

100.000 : 10 in der Viererwette

Über diese lukrative Quote durfte sich ein Gewinner freuen, der den Einlauf im 7. Rennen (Sport Welt-Amateur Trophy) mit Snowdrop (Sascha Stappaerts), Christin, Shilo, und Kepheus richtig voraussagte.

Mülheimer Pferde bereits am Freitag in Siegerlaune

Raffelberg-Trainer Jens Hirschberger landete bei der Freitagsveranstaltung im französischen Chantilly vor den Toren von Paris eine wahre Turfsensation. Mit Stall Walzertraums K Club siegte Hirschberger zur Außenseiter-Quote von 305:10. Der Franzose Eddy Hardouin gewann mit der am Toto völlig unterschätzten Dreijährigen mit einer Dreiviertellänge. Und auch Trainerin Yasmin Almenräder bestätigte die gute Form der Mülheimer Galopper am selben Tag in Hannover. Ihre dreijährige Stute Freedom Rising, die als 46:10 Chance unter Anna van den Troost an den Start gekommen war, schnappte sich eine mit 6.000 Euro dotierte Dreijährigen-Prüfung über 1.900 Meter.

Ausblick

Unsere nächste Galoppveranstaltung am Raffelberg findet am Sonntag, den 14. Juli statt. Veranstaltungsbeginn ist dann um 13.30 Uhr. Im sportlichen Mittelpunkt steht der Mülheimer Diana Aufgalopp, ein Listenrennen für dreijährige Stuten, dotiert mit 25.000 Euro.

(18.05.2019)