Mülheimer Erfolgssonntag in Hamburg

Torquator Tasso überrascht mit dem Ehrenrang im 151. Deutschen Derby

Torquator Tasso hatte bereits den Sieg vor Augen. Der Adlerflug-Sohn war eindeutig die größte Überraschung im diesjährigen Blauen Band. Der am Raffelberg von Trainer Marcel Weiß vorbereitete Auenqueller hätte nicht besser laufen können. Im mit 650.000 Euro dotierten Deutschen Derby kam er mit zunehmender Dauer immer besser ins Rollen und landete am Ende der 2.400 Meter auf Rang zwei. Torquator Tasso steht im Besitz des Gestüt Auenquelle (Rödinghausen). Eigner sind Karl-Dieter Ellerbracke, Präsident des Rennclubs Mülheim und Peter Michael Endres. Torquator Tasso bot eine überragende Leistung hinter dem Derbysieger In Swoop und landete mit großer Endgeschwindigkeit außen auf Rang zwei. Jockey Jack Mitchell hatte wie gesagt bereits den Sieg vor Augen, bevor es der Sieger noch ein Stück besser konnte. Auch Auenquelles zweiter Starter, der Schimmel Adrian, lief auf Rang acht ein respektables Rennen. Karl-Dieter Ellerbracke: „Wir sind überglücklich, wann hat man schon mal einen Derbyzweiten. Australische Interessenten wollte das Pferd vor dem Rennen kaufen. Wir haben abgelehnt“. Ein ganz großer Tag war es auch für Trainer Marcel Weiß: „Ich muss das erst mal alles verarbeiten. Gruppesieger, Derbyzweiter, das ist alles so überwältigend“. Für den Mülheimer Trainer war es der erste Derbystarter und gleich ein zweiter Rang. Bravo!

Virginia Joy sorgt für große Freude

Im zweiten Grupperennen des Tages (Hamburger Stutenpreis) über 2.200 Meter gelang der Auenquellerin Virginia Joy der erste Gruppe-Sieg für Marcel Weiß. Siegjockey Adrie de Vries kam innen auf kürzestem Weg und behielt mit einem Kopfvorteil gegenüber Zamrud die Oberhand. „Das ist schon ein Mega-Gefühl an einem solchen Tag für Auenquelle mein erstes Gruppe-Rennen zu gewinnen“, kommentierte Marcel Weiß seinen ersten Gruppetreffer. „Der Dank gebührt dem ganzen Team. Ich bin sehr stolz und dankbar auf meine Mannschaft“.

Auch der Raffelberger Neu-Trainer Jean Pierre Carvalho hatte Grund zum Jubeln.

In der Hamburger Stutenmeile, Gruppe III, dotiert mit 27.500 Euro, belegte seine Stute Song of Life unter Lukas Delozier einen ebenfalls beachtenswerten zweiten Rang hinter der für Scheich Mohammed (Godolphin) angetretenen Favoritin Half Light. Song of Life steht im Besitz des Düsseldorfers Guido Schmitt.

(12.07.2020)