Eine Französin gegen 11 deutsche Ladies im RaceBets Stutenpreis

105 Pferde bei Raffelberger Montags-Soiree mit zwölf Leistungsprüfungen

Endlich wieder Leistungsprüfungen der edlen Vollblut-Pferde am Mülheimer Raffelberg! Die Rahmenbedingungen für den am kommenden Montag ab 14.00 Uhr (1. Start: 15.00 Uhr) stattfindenden Renntag könnten nicht besser sein lassen. 105 Pferde kommen in zwölf Rennen an den Start. Darunter befinden sich auch 18 Galopper aus heimischen Ställen. Die Chancen auf den ein oder anderen Heimerfolg stehen also sehr gut. Rennbahn-Geschäftsführer Günther Gudert: „Erstmals in der Corona-Zeit findet die Veranstaltung mit bis zu 300 Besuchern statt. Die Tickets können nur online bei www.rennclub-muelheim.de erworben werden. Die Tageskassen sind am Veranstaltungstag nicht geöffnet“.

Im sportlichen Mittelpunkt steht der Racebets Stutenpreis (10. Rennen, 19.30 Uhr), ein internationales Listenrennen für dreijährige und ältere Stuten über 2.000 Meter, dotiert mit insgesamt 17.000 Euro Preisgeld. Im Mülheimer Hauptereignis des Tages wird auch gleichzeitig die beliebte Viererwette ausgespielt, bei der garantiert 10.000 Euro zur Ausschüttung kommen werden. Zwölf Pferde-Ladies treten an, darunter auch die aus Frankreich anreisende No Tinc Por mit Jockey Thomas Trullier.

Nicolas Clement (56) trainiert die im Besitz von Christina von Leithner stehende Vierjährige in Chantilly vor den Toren von Paris. Clement war der jüngste Trainer in der Geschichte des Prix de lArc de Triomphe, der im Alter von nur 26 Jahren Europas prestigeträchtigstes Galopprennen mit Saumarez im Jahr 1990 gewann. Seitdem zählt Nicolas Clement zu den Spitzentrainern im Nachbarland und bereitet aktuell 70 Pferde auf der eigenen Anlage in Chantilly vor.

Von den deutschen Starterinnen gefällt Gruppe III-Siegerin Lips Queen (René Piechulek), die für Trainerin Eva Fabianova aus Berlin-Hoppegarten antritt. Ebenso wie die zwei aussichtsreichen Snow (Maxim Pecheur) und Sea of Love (Martin Seidl), die der dreimalige Championtrainer Markus Klug (Rath-Heumar) nach Mülheim schickt. Ein gutes Laufen von Gestüt Görlsdorfs Snow wäre am Raffelberg keine Überraschung, empfahl sie sich doch beim letzten Mülheimer Renntag als Zweite im BBAG Diana-Trial. Auch für Lokalmatadorin Freedom Rising (Adrie de Vries) werden Chancen gesehen. „Ihr traue ich in jedem Fall ein gutes Laufen zu, auch wenn sie in den letzten Monaten sehr unterschiedlich agierte“, gibt sich die MülheimerTrainerin Yasmin Almenräder zuversichtlich. Ebenfalls erwähnenswert sind Flamingo Girl (Andrasch Starke) für Championtrainer Henk Grewe aus Köln sowie die aus München für Sarah Steinberg anreisende Brümmerhoferin Americana, die die Schweizer Jockette Sibylle Vogt reiten wird.

Neben einem hochdotierten Handicaprennen der zweithöchsten Kategorie (8. Rennen, 18.30 Uhr, 17.000 Euro, 1.400m) und einer Prüfung für den Derbyjahrgang (2. Rennen, 15.25 Uhr, 1.400m) wenden sich zwei Leistungsprüfungen an junge Talente des Zweijährigen-Jahrgangs im Rahmenprogramm. Hier ist vor allen Dingen das erstmals seit 2010 wieder stattfindende Berberis-Rennen (3. Rennen, 15.50 Uhr, 8.000 Euro, 1.500m) erwähnenswert. Der besondere Dank des Rennclubs geht an das Gestüt Niederrhein für die Übernahme des Traditionstitels Das Rennen soll im kommenden Jahr wieder als Listenrennen stattfinden.

Mülheimer Trainer mit vielen Chancen

Aktuell zeigt die Stallform der Mülheimer Trainer, insbesondere die von Diana-Stall-Trainer Marcel Weiß sowie von Axel Kleinkorres, seit Wochen nach oben. Mit sechs Startern stellt allerdings Trainerin Yasmin Almenräder das kopfstärkste Kontingent beim „Heimspiel“ am Montag. Siegchancen melden aber genauso Marian Falk Weißmeier mit drei Pferden, Axel Kleinkorres (4), Marcel Weiß (2) und Julia Römich mit einem Starter an.

Die Mülheimer Veranstaltung kann erneut live und kostenlos im Stream auf der Seite des Rennclubs Mülheim unter www.rennclub-muelheim.de am Bildschirm oder Handy verfolgt werden. Ebenso stehen der Youtube-Kanal sowie die Facebook-Seite des Verbandes „Deutscher Galopp“ zur Verfügung. Weitere Möglichkeiten bieten die Internet-Portale der diversen Wettanbieter.

(20.08.2020)