Pessemona gewinnt den Racebets Stutenpreis am Mülheimer Raffelberg

Pessemona heißt die Siegerin im RaceBets Stutenpreis (Listenrennen, 17.000 Euro Preisgeld, 2000m), das dreijährigen und älteren Stuten am Montagabend auf der Mülheimer Galopprennbahn vorbehalten war. Dabei hinterließ die vom Bulgaren Miltcho Mintchev in Köln vorbereitete Siegerin Start-Ziel unter Jockey Eduardo Pedroza als 4,6:1 Mitfavoritin einen großartigen Eindruck.

Pessemona gewann leicht mit 2,5 Längen vor Americana (Sibylle Vogt) und Flamingo Girl (Andrasch Starke) auf den Plätzen. Pessemona steht im Besitz von Litex Commerce Ltd. Dafür zeichnet der bulgarische Unternehmer Grischa Gantchev. Das zweite Hauptereignis (Ausgleich II, 1.400m) ging an Trainer Lucien van der Meulen nach Boxmeer, Niederlande. Misty Birnam holte sich unter dem Franzosen Lukas Delozier in einer Kampfentscheidung den Sieg für den amtierenden Besitzertrainer-Champion. Erstmals veranstaltete der Rennclub Mülheim mit 300 Besuchern, geschuldet der Corona-Pandemie. Ebenfalls waren am vierten Mülheimer Saison-Renntag auch Besitzer der startenden Pferde gestattet. Zwölf Leistungsprüfungen fanden auf der Galopprennbahn Raffelberg am Montag statt.

Stimmen zum RaceBets Stutenpreis:

Miltcho Mintchev, Trainer von Pessemona: „Sie ist schon eine Klassestute. Kompliment an den Jockey, der ihr von vorne alles bestens eingeteilt hat. Wenn sie das Rennen gut verdaut hat, geht es für sie auf Gruppe 1-Ebene in Berlin-Hoppegarten im Großen Preis weiter“.

Eduardo Pedroza, Jockey von Pessemona: „Das ist schon eine richtig gute Stute, die ich heute das erste Mal reiten durfte. Pessemona hat eine Wahnsinnsgaloppade. Das war eine Topleistung heute“.

Gestüt Niederrhein – Berberis-Rennen an Röttgenerin Shila

Dank Frau Dr. Margit Aengeneyndt (Duisburg) vom Gestüt Niederrhein wurde erstmals seit dem Jahr 2010 wieder das traditionsreiche Berberis-Rennen ausgetragen. Die Zweijährigen-Prüfung gewann die Favoritin Shila (1,7:1) unter Jockey Maxim Pecheur für Trainer Markus Klug (Rath-Heumar). Im Auftaktrennen der Veranstaltung, das ebenfalls dem Jahrgang 2018 vorbehalten war, überraschte der Riesenaußenseiter Aribeau (15,2:1) unter dem Franzosen Clement Lecoeuvre für Trainer Toni Potters (Bremen-Mahndorf).

Zum 80. Geburtstag: Eigene Renntitel für Jubilare Uwe Ostmann und Bruce Hellier

Tolle Geste des Rennclubs Mülheim bei der Ehrung ihrer Trainergrößen Uwe Ostmann und Bruce Hellier: Die Tagesprüfungen vier und sechs standen ganz im Zeichen der Jubilare. Beide Trainer sind Mülheimer Urgesteine und in diesem Jahr 80 Jahre jung geworden. Bruce Hellier ist sogar noch auf dem Raffelberg aktiv. Im 80 Jahre Uwe Ostmann-Rennen gewann der siebenjährige Wallach Arineo (Trainer Henk Grewe, Köln) unter Andrasch Starke. Es war der zweite Tagestreffer für den Kölner Jockey, nachdem er schon das Dreijährigenrennen mit Leopoldina für Kaffee-König Albert Darboven an seine Fahnen heften konnte. Das 80 Jahre Bruce Hellier Rennen holte sich Jockey Eduardo Pedroza auf Best of Heaven für Trainer Armin Weidler (Reifenberg/Pfalz).

Blanche Doree, Stressless und Aljondra sorgen für drei Mülheimer Erfolge

Raffelberg-Trainer Marian Falk Weißmeier hatte ebenfalls allen Grund zum Jubeln. Seine Stute Blanche Doree unter Adrie de Vries siegte hochüberlegen mit 10 Längen im Preis von Onextwo.de. Siegpreis und Trainerprozente stiftete das Siegerteam an die Familie des schwer verletzten Jockeys Filip Minarik. Und auch Jockey Andreas Helfenbein ließ seiner Freude freien Lauf. Im Preis der Sport-Welt siegte der Jockey-Oldie auf Stressless mit einer Nase Vorteil für Raffelberg-Trainer Axel Kleinkorres. Auch Aljondra mit Rene Piechulek im Sattel punktete mit tollem Schlußakkord für Kleinkorres und markierte den dritten Mülheimer Heimsieg.

Jockeys des Tages waren Eduardo Pedroza, der drei Mal in den Sattel stieg und zwei Siege ebenso wie Maxim Pecheur verbuchen konnte. Bei den Trainern kamen der Kölner Henk Grewe und Axel Kleinkorres aus Mülheim ebenfalls auf zwei Siege. Der Umsatz belief sich nach 12 Leistungsprüfungen auf 218.033,49 Euro.

Werner Krüger, Vizepräsident des Rennclubs Mülheim, zog ein positives Fazit: „Wir hatten heute Traumbedingungen am Raffelberg. Ich möchte mich besonders bei den Sponsoren und den nimmermüden Ehrenamtlern für die großartige Unterstützung in diesen nicht einfachen Zeiten bedanken“.

Der Renntag fand erneut nach den Abstands- und Hygienevorschriften des Verbandes Deutscher Galopp statt. Die nächste Veranstaltung auf der Mülheimer Galopprennbahn findet am Samstag, den 3. Oktober statt. Im sportlichen Mittelpunkt steht dann mit dem 77. Silbernen Band der Ruhr Deutschlands längstes Flachrennen. Die Listenprüfung über 4.000m ist dotiert mit 25.000 Euro Preisgeld.

(24.08.2020)