rp Gruppe 78. Silbernes Band der Ruhr

Internationalität ist Trumpf bei Deutschlands längstem Flachrennen auf der Galopprennbahn Mülheim


Mit zwei Pferden aus England und einem Konkurrenten aus Frankreich kündigt sich beim rp Gruppe 78. Silbernes Band der Ruhr (6. Rennen, 16.10 Uhr) starke ausländische Konkurrenz auf der Mülheimer Galopprennbahn Raffelberg an. Es geht auf der 4.000 Meter-Distanz um 25.000 Euro Preisgeld, davon 14.000 Euro für den Sieger bei diesem weiteren Höhepunkt des Mülheimer Turfkalenders. Das internationale Listenrennen sieht zwölf Hochkaräter aus dem In- und Ausland am Start. Insgesamt werden neun Rennen am Samstag mit insgesamt 83 Startern ausgetragen. Die unter dem Patronat der rp Gruppe stehende Veranstaltung beginnt um 12.30 Uhr. Der erste Start erfolgt gegen 13.30 Uhr.

Die Favoritin des großartig besetzten Hauptrennens um den Traditionstitel Silbernes Band der Ruhr, dem längsten Flachrennen Deutschlands, heißt Alerta Roja und reist aus England an. Die dreijährige Stute gehört der Tetra Pak-Erbin Kirsten Rausing, die (laut Forbes) zu den reichsten Briten zählt. Sir Mark Prescott trainiert die Klassestute in Newmarket. Der 73-Jährige war bereits 2015 mit Alwilda in den grün-weißen Rausing-Farben in diesem Rennen in Mülheim erfolgreich und belegte im letzten Jahr mit Lismore Platz 2. Mit Luke Morris im Sattel dürfte die zuletzt auf Gruppe II-Ebene in den Doncaster Cup Stakes platzierte Alerta Roja ein harter Prüfstein für die deutsche Steherelite sein. Das gilt auch für die französische Gaststute Rainbrand. Die in den weltberühmten blauen Rennfarben von Godolphin (Scheich Mohammed al Maktoum) antretende Dreijährige hat Jockey Julien Guillochon im Sattel und soll für Trainer Henri-Alex Pantall (Beaupreau) dessen Erfolg mit Baroness Daniela aus dem Jahr 2014 wiederholen.

Aus deutscher Sicht dürfte Noa Lea (Adrie de Vries) für den Kölner Trainer Henk Grewe eine gute Rolle spielen. Die Siegerin im „Langen Hamburger“ auf Listenlevel verfügt über das nötige Stehervermögen in diesem Marathon. Ebenfalls Chancen meldet der Münchener Gast Northsea Star (Alexander Pietsch) an. In den Farben des Tirolers Kurt Fekonja sollte der Wittekindshofer aus dem Trainingsstall von Karoly Kerekes ebenfalls eine gute Rolle spielen können.


Zahlreiche Mülheimer Chancen im Rahmenprogramm

Im Rahmenprogramm des Renntags der rp Gruppe steht dann der Galoppernachwuchs im Mittelpunkt. Ob im traditionsreichen Gestüt Niederrhein- Berberis-Rennen (2. R., 8.000 Euro, 1.500 Meter, 14.00 Uhr) oder im Auftaktrennen der rp Gebäudereinigung (1.R. 13.30 Uhr), bei dem die Zweijährigen erstmals über 2.000 Meter in Deutschland laufen. Dabei sind auch Mülheimer Chancen zu entdecken: Gestüt Fährhofs Saboga für Trainerin Yasmin Almenräder, respektive Sonnenperle aus dem Quartier von Axel Kleinkorres im Berberis-Rennen. Einen interessanten Debütanten sieht man zudem auch mit Wiesenstern für den Stall Mandarin von Hans Bierkämper erstmals am Start. Auch hier zeichnet Yasmin Almenräder als verantwortliche Trainerin.

Insgesamt kommen 16 der 83 Pferde aus heimischen Ställen. Dabei schickt Axel Kleinkorres mit sieben Startern das größte Aufgebot an den Ablauf. Aber auch Yasmin Almenräder (5), Marcel Weiß, Marian Falk Weißmeier, Bruce Hellier und Helga Hobitz sind mit je einem Starter chancenreich vertreten.

Nicht zu vergessen ist die interessante Viererwette (4. R. SPODECK Fassadenprofi-Cup, 1.500 Meter, 15.05 Uhr), in der 12 Starter antreten. Die garantierte Ausschüttung von 10.000 Euro für den, respektive die Gewinner, ist ein lohnender Anreiz. Hier könnte auch die Mülheimer Stute Miljö aus dem Stall von Trainer Axel Kleinkorres das Zünglein an der Waage um den Sieg sein. Die Auszubildende Amina Mathony im Sattel nimmt 5 Kilos Gewichtserlaubnis in Anspruch. Mit dem Preis 186 Jahre Königsberger Rennverein von 1835-Rennen (Amateurrennen, 7. Prüfung, 16.45 Uhr) nimmt der Niederländer Gijs Snijders mit dem Wallach Borneo von Trainerin Helga Hobitz den Kampf mit acht Amazonen auf.

Foto: Marc Rühl Text: Frank Schmitz

(29.09.2021)