„In Mülheim kann man Weltklassepferde trainieren“

Der Rennclub Mülheim an der Ruhr gab zum Anlass des sensationellen Sieges von Torquator Tasso im 100. Prix de l’Arc de Triomphe in Paris jetzt auf der Rennbahn am Raffelberg einen Empfang. Rund 30 Personen, darunter auch ein Team des WDR, ehrten Trainer Marcel Weiß (3.v.l) und sein Team für den größten Erfolg in der 110-jährigen Geschichte des Galopprennsports in Mülheim.

Der am Raffelberg beheimatete vierjährige Hengst Torquator Tasso hatte am Sonntag als krasser Außenseiter (725:10) in diesem mit fünf Millionen Euro dotierten Klassiker die gesamte Weltelite der Galopper besiegt. Im Sattel saß, bei seinem überhaupt ersten Ritt im „Arc“, Jockey Rene Piechulek (München).

Torquator Tasso ist erst der dritte in Deutschland trainierte „Arc“-Sieger nach Star Appeal 1975 und der Wunderstute Danedream 2011. Außerdem hatte erst vor zwei Jahren der in deutschem Besitz (Dietrich von Boetticher und Dr. Andreas Jacobs) stehende Waldgeist den Klassiker in Paris-Longchamp gewonnen.

„In Mülheim kann man Weltklassepferde trainieren“, lautet die Quintessenz dieses märchenhaften Erfolges des vierjährigen Hengstes, den das Gestüt Auenquelle von Karl-Dieter Ellerbracke (Rödinghausen) und Peter Michael Endres (Duisburg) einst bei einer Jährlingsauktion zum Schnäppchenpreis von 24.000 Euro ersteigert hatte. Auf der ganzen Welt – von den USA bis nach Japan – erschien jetzt anlässlich des Sieges von Torquator Tasso der Name Mülheim an der Ruhr: Ob in der „Washington Post“, in der britischen Fachzeitung „Racing Post“ oder in den „Japan Times“. „Sie haben Unschätzbares geleistet für den Galoppstandort Mülheim an der Ruhr“, betonte Günther Gudert (rechts) vom Rennclub Mülheim in seiner Laudatio.

Umgekehrt gab es auch Lob an den Rennclub von „Arc“-Siegtrainer Marcel Weiß, für den der Erfolg von Torquator Tasso in Paris der Höhepunkt seiner erst zwei Jahre andauernden Trainerkarriere bedeutet. „Ein ganz großes Dankeschön für die hervorragende Geläufpflege. Das ist ein dickes Plus gewesen. Wir profitieren hier von einer Top-Arbeit, die auch ein Teil des Gesamterfolges ist“, sagte Weiß.

(05.10.2021)